Lambretta A 125

Ab Oktober 1947

Lambretta A 125 (2. Version) Die Lambretta 125 A — ursprünglich als 125 "m" für "Motorscooter" bezeichnet — ist der Roller, mit dem bei Innocenti alles begann. Er wurde ab Oktober 1947 in Mailand gefertigt, bis Oktober 1948 wurden insgesamt 9.669 Stück produziert.

Im allgemeinen war die 125 A ein preisgünstiger und für seine Zeit durchaus flotter Roller mit fast 65 km/h Höchstgeschwindigkeit und dabei geringem Verbrauch.

Karosserie

Der Aufbau ist radikal einfach und besteht im Grunde aus zwei Hauptabschnitten: Der vordere Teil, bestehend aus einem gepressten Vierkantrohr an dessen vorderem Ende Lenkkopf und Gabel sitzen, und der hintere Teil, der aus zwei gebogenen Chromrohren besteht, die den Tank umgeben und in dem großen Gepäckfach enden.

Werbung für Modell A

Motor

Der Motor ist ein fahrtwindgekühlter 123ccm-Motor mit Kardanantrieb. Das 3-Gang-Getriebe wird über ein Gestänge mit dem Fuß geschaltet. Diese Fußschaltung ist nur bei Fahrzeugen der Baureihe A zu finden. Die Federung der 125 A ist sehr begrenzt: Vorne besitzt sie zwei einfache Federn und hinten ist sie schlicht nicht vorhanden bzw. beschränkt sich auf das Luftpolster in den 7-Zoll-Reifen.

Das schöne, klare und saubere Bild der A verdankt sie der Tatsache, dass sämtliche Kabel und Züge innerhalb der Rahmenrohre laufen. Diese innen verlegten Züge sind jedoch ein nicht unerheblicher Nachteil, wenn ein Zug gewechselt werden muss: Dies ist nur mit einem erheblichen Aufwand möglich.

Ein sehr interessantes kleines Gimmick, das leider nur bei der A zu finden ist, ist der serienmäßige Ölmessbecher aus Metall, der in dem grünen Kunststofftankdeckel eingelassen ist.

Bei der hinteren Bremse ist Innocenti aus heutiger Sicht einen recht eigenartigen Weg gegangen: So sind die Bremsbacken komplett aus Stahl gefertigt und der Bremsbelag ist fest in den Trommeln eingebettet.

Modellpflege

Eine Reihe von A-Modellen Innocenti entwickelte sein Modell ständig weiter, sodass wir heute drei Serien der 125 A kennen. Innocenti bediente sich in diesen Jahren an Farben, die im Überschuss vorhanden waren, da sie in früheren Jahren für militärische Zwecke in großen Mengen produziert wurden. So konnte Innocenti eine vergleichsweise große Farbpalette von sechs verschiedenen Farben anbieten. Teile in Silber waren stets in Fiat 690, "Silbergrau", lackiert.

Daten 125 A

125 A – 1. Version

Bis Rahmennummer ~ 6900

Der vordere Sitz ist quadratisch und hellbraun, der Soziussattel wurde nur als Zubehör angeboten und war im allgemeinen schwarz bezogen.

Das Gepäckfach ist mit einem richtigen Schloss versehen, das gleichzeitig als Zündschloss fungiert.

Sie besitzt serienmäßig verchromte Felgen. Die Felgen werden direkt mit drei verchromten Muttern mit der Bremstrommel verschraubt.

Die Hupe wird mechanisch mit dem Fuß betätigt.

Die Lüfterradabdeckung der ersten Modelle ist in Fahrzeugfarbe lackiert.

Das Schaltpedal ist gerade. Das Bremspedal sitzt auf der rechten Seite hinten (also auf der gleichen Seite wie das Schaltpedal).

Der Hauptständer besitzt keine Feder, sondern muss nach dem Abbocken an einem kleinen Hebel eingehängt werden.

125 A – 2. Version

Bis Rahmennummer ~ 11000

Der vordere Sattel hat nun die klassische Dreiecksform und besitzt Tonnenfedern zur Federung. Der Sattel ist im Vergleich zur 3. Version deutlich kleiner und besitzt eine beige Satteldecke. Der Soziussattel war Zubehör und besaß ebenfalls einen beigen Bezug.

Das Schloss am Gepäckfach ist von nun an gegen einen einfachen Hebel getauscht.

Die mechanische Hupe ist durch eine 6V-Schnarre ersetzt. An der Position, wo der Hebel für die mechanische Hupe saß, sitzt nun ein Killschalter.

Die Felgen sind nicht mehr verchromt, sondern silber lackiert. Die hintere Felge erhält nun separate Felgenmuttern.

Das Schaltpedal ist nicht mehr gerade, sondern leicht gewinkelt.

Ab ca. Rahmennummer 10.000 wandert das Bremspedal auf die linke hintere Seite.

125 A – 3. Version

Bis Rahmennummer ~ 14700

Lambretta A 125 (3. Version) Das Bremspedal ist wie schon bei den letzten Fahrzeugen der zweiten Serie auf der linken Seite.

Die Federung des Fahrersitzes ist nun eine zentrale, horizontale Feder, und der Bezug ist braun.

Der aus mehreren Einzelteilen zusammengeschweißte Hauptständer ab der 3. Serie ist aus Grauguss gefertigt und besitzt eine Feder.

Lechler Farbcodes 125 A

Bilder zum Modell (7)

Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125 Bild zu Lambretta A 125