Lambretta C/LC
Export nach GB und massig Zubehör
Das C-Modell wurde von 1950 bis 1951 gebaut. Die C war das erste Modell, das offiziell nach UK
importiert wurde; der erste Schritt in den bald größten Absatzmarkt. Trotz der kurzen Bauzeit von
C & LC wurden 130.000 Stück gebaut und hauptsächlich in Italien verkauft. Im Vergleich zu den
Stückzahlen von A & B ein gewaltiger Sprung.
Motor
Beim Motor setzte man auf Bewährtes. Die 125 ccm Hubraum wurden direkt vom Fahrtwind gekühlt, der Motorblock hingegen ist jetzt ein Teil des Rahmens. Die hintere Federung erfolgte über eine Feder auf einer mittigen Führungsstange. Es liegen 4,3 PS Leistung an und das 3-Gang-Getriebe wird weiterhin mit dem Teleflex-Zug geschaltet. Der bewährte MA16 Dellorto-Vergaser kommt zum Einsatz, und trotz des 10 kg niedrigen Gewichts wird die Höchstgeschwindigkeit mit 70 km/h angegeben.
Rahmen
Der Rahmen besteht bei der C, anders als bei A & B, aus einem Stück. Der Tank befindet sich unter dem Stück Rahmen, auf dem der Fahrersattel ist. Unter dem optionalen Beifahrer-Sattel befindet sich ein Werkzeugfach, für das eine ovale Halterung an den Rahmen geschweißt wurde.
Der Lenker ruft Assoziationen an Fahrradlenker hervor, ein großer runder Scheinwerfer vorne an der Lenksäule und ein kleines, rundes Rücklicht direkt über dem Nummernschild sorgen für die Beleuchtung. Die vordere Federung erfolgt über einen Längslenker unten an der Gabel. Das Modell C hatte vorne und hinten Trommelbremsen.
Zubehör
Mit der C erscheint auch ein umfangreiches Zubehör-Programm für die Lambretta. Das reichte von Tachos, Kaskaden, Ersatzräder über Fußmatten, Griffe, Fuchsschwänze bis hin zu kompletten Verkleidungen, die aus dem Roller ein halbes Auto gemacht haben — und die BMW anscheinend zum Modell C1 inspiriert haben.
Modell LC
Kurz nach dem Erscheinen der C bringt Innocenti noch die LC auf den Markt. Die LC ist das erste
Modell mit einer kompletten Verkleidung von Beinschild und Motor.
Das L steht für ‚Lusso' und zollt dem gestiegenen Luxus an der LC Tribut, der sich in Form von deutlich verbessertem Wetterschutz äußert. Zudem verschwindet der schmuddelige und laute Motor unter den Seitenhauben. Der Beifahrer freut sich ebenfalls, über hintere Trittbretter.
Über eine kleine Aussparung in der rechten Seitenhaube kann man den Benzinhahn und Vergaser erreichen, ohne die komplette Haube abnehmen zu müssen.
Daten 125 C
- Hubraum: 125 ccm
- Baujahr: 02/1950-11/1951
- Stückzahl: 87.500
- Kürzel: 125C
- Start-Rahmennummer: Unbekannt
Daten 125 LC
- Hubraum: 125 ccm
- Baujahr: 04/1950-11/1951
- Stückzahl: 42.500
- Kürzel: 125LC
- Start-Rahmennummer: Unbekannt
125 C/LC – 1. Version
1950
Die Aufnahme für den Teleflex-Schaltzug am Motor ist rechteckig, Brems- und Kupplungshebel haben die Dimension 59×10 mm von der B übernommen.
Ganz frühe Versionen der C/LC haben am hinteren Handschuhfach eine einfache Klammer.
125 C/LC – 2. Version
1951
Wappenförmige Aufnahme für den Teleflex-Schaltzug am Motor, Brems- und Kupplungshebel sind kleiner (44×10 mm), verstärkte hintere Federung.
Lechler Farbcodes
- Khaki (8027)
- Hellgelb (8011)
- Blau (?)
- Rot (?)
- Spezialblau (?)